Berlin – Wiege der Moderne
Architektur und Aufbruch zwischen Avantgarde und Metropole
Von Aufbruchsstimmung und Baukunst
Dieses Halbtageserlebnis erkundet den modernen Geist der Weimarer Republik in seinen künstlerischen und architektonischen Ausdrucksformen – später als Bauhaus weltberühmt geworden. Zwar wurde das Bauhaus in Weimar gegründet und zog nach Dessau weiter, doch das pulsierende Berlin der frühen 1920er-Jahre lieferte den kreativen Funken, der die Moderne entscheidend prägte.
Sie entdecken Ikonen und verborgene Zeugnisse dieser Bewegung und erleben die Vitalität einer Avantgarde, deren Ideen bis heute nachwirken.
Auftakt in der Schaubühne
Treffpunkt ist die Cafeteria der Schaubühne am Lehniner Platz, ein Bau von Erich Mendelsohn aus den 1920er-Jahren. Hier nähern wir uns den Grundideen der Moderne: Wie Form der Funktion folgt – und Funktion selbst zum Gestaltungselement wird.
Anschließend führt ein kurzer Spaziergang zu einer ehemaligen Schokoladenfabrik im Erich-Hamann-Haus mit erhaltener Originaleinrichtung von Johannes Itten.
Moderne am Kurfürstendamm
Mit dem Doppeldeckerbus geht es über den Kurfürstendamm zu ausgewählten, vom Krieg verschonten Bauwerken der Moderne. Zwischen Geschäftshäusern, Verkehrsbauten und Wohnprojekten wird der Aufbruch jener Jahre spürbar.
Der Femina-Palast
Ein Halt führt zum ehemaligen Femina-Palast am Nürnberger Platz, heute bekannt als Ellington Hotel Berlin. Das Gebäude entstand zwischen 1928 und 1931 nach Plänen der Architekten Richard Bielenberg und Josef Moser und gehört zu jenen großstädtischen Bauprojekten, die den dynamischen Wandel Berlins in der späten Weimarer Republik widerspiegeln.
Mit seiner klar gegliederten Fassade und der funktionalen Mischnutzung aus Büros, Geschäften und Vergnügungsräumen spiegelt der Bau die urbane Architektur der Klassischen Moderne. Zugleich erinnert der ehemalige Tanzpalast an die kulturelle Dynamik jener Jahre, in denen Architektur, Technik und gesellschaftlicher Aufbruch eine neue Form der Großstadt hervorbrachten.
Das Shell-Haus am Landwehrkanal
Ein markantes Beispiel der Berliner Moderne ist das Shell-Haus am Reichpietschufer, entworfen von Emil Fahrenkamp und zwischen 1930 und 1932 errichtet. Der Stahlskelettbau gilt als eines der bedeutendsten Bürohäuser der späten Weimarer Republik und steht exemplarisch für die Architektur der Neue Sachlichkeit.
Besonders prägnant ist die geschwungene Fassade mit ihren vertikalen Wellenformen, die durch lange Fensterbänder horizontal gegliedert werden. Die Verkleidung aus römischem Travertin verleiht dem Bau eine elegante, zugleich sachliche Wirkung.
Von hier aus geht es weiter zum Kulturforum.
Mies van der Rohe und die Vollendung der Moderne
Den architektonischen Höhepunkt bildet die Neue Nationalgalerie – Mies van der Rohes letztes Meisterwerk und eine Ikone moderner Klarheit.
Ausklang im Wintergarten
Zum Abschluss genießen Sie ein exzellentes Essen im Wintergarten Varieté – einst ein zentraler Treffpunkt der Berliner Jazz-Ära, der schon Ikonen wie Josephine Baker hervorbrachte.
Treffpunkt und Stationen
- 1
Treffpunkt & Kennenlernen
Schaubühne am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153, 10709 Berlin
- 2
Erich-Hamann-Haus
Brandenburgische Straße 17, 10707 Berlin
- 3
Architektur der Moderne am Kurfürstendamm
Berlin, Charlottenburg-Wilmersdorf
- 4
Femina-Palast
Nürnberger Str 55, 10789 Berlin
- 5
Shell-Haus
Reichpietschufer 60, 10785 Berlin
- 6
Neue Nationalgalerie
Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin
- 7
Lunch & Austausch
Restaurant Wintergarten Varieté
Potsdamer Straße 96, 10785 Berlin
Dauer
3:00 stunden
Geeignet für
Der Kulturvermittler Guido Brancher gilt als fester Bestandteil der kreativen Szene Berlins und teilt sein Wissen und seine Erfahrungen mit Besuchern, die die Stadt aus einer besonderen Perspektive entdecken möchten. In Salonformaten, kulturellen Veranstaltungen und Insidertouren öffnet er mit seinem außergewöhnlichen Netzwerk Türen zu Berlins lebendiger Kunst- und Kulturlandschaft.
Termine und Buchen
Nächste Termine
Mai 2026
Juni 2026